Elektroauto
Elektromobile produzieren lokal keinerlei Emissionen (keine Abgase), allerdings können bei der Stromerzeugung in Elektrizitätswerken durchaus Emissionen entstehen. Der Antrieb arbeitet in der Regel sehr geräusch- und wartungsarm. Elektromotoren stellen im Gegensatz zum Verbrennungsmotor über einen weiten Drehzahlbereich ein gleichmäßiges Drehmoment zur Verfügung. Aus diesem Grund kann in den meisten Fällen auf ein Getriebe verzichtet werden. Die Motoren besitzen einen hohen Wirkungsgrad und benötigen daher weniger Primärenergie als konventionelle Antriebe. Zusätzlich besitzen Elektrofahrzeuge die Fähigkeit, beim Bremsen durch Rekuperation einen Teil der Antriebsenergie zurückzugewinnen. Elektromotoren laufen selbstständig an. Einen Anlasser oder Leerlauf im Stand, mit dem damit verbundenen Energiebedarf gibt es nicht.Die Reichweite ist häufig stark eingeschränkt. Dafür verantwortlich sind Akkumulatoren mit einer im Vergleich zu flüssigen Kraftstoffen sehr geringen Energiedichte und hohen Masse. Die meisten Elektrofahrzeuge sind daher für den hauptsächlichen Einsatz in der Stadt gedacht. Der Leichtbau an den Fahrzeugen und die langen Ladezeiten der Akkus führen zu Komforteinbußen, ebenso wie fehlende Sonderaustattungen, auf die zugunsten von Leichtbau und Energieverbrauch verzichtet wird (Heizung, Klimanlage..). Die Temperaturempfindlichkeit der Akkumulatoren erfodert erhöhte Sorgfalt des Nutzers.
Den geringen Betriebskosten von Elektrofahrzeugen stehen hohe Anschaffungskosten gegenüber, die sich vor allem durch die teuere Kleinserienfertigung erklären lassen. Die Akkumulatoren, die einen großen Teil der Kosten verursachen, besitzen derzeit noch begrenzte Lebensdauer und müssen spätestens nach einigen Jahren ersetzt werden.
Das Tankstellennetz für Elektrofahrzeuge ist sehr dünn, lange Ladezeiten der Akkus (Wechselakkusysteme werden nur selten, bzw. nur bei lokal gebundenen Flottenfahrzeugen verwendet) erfordern bei längeren Reisen eine sorgfältige Weg- und Zeitplanung.
